Einnistung: Was ist das? Und wann erfolgt sie?

    Aktualisiert am 27. März 2023 |
    Veröffentlicht am 28. März 2023
    Überprüfte Fakten
    Flos Standards für die Faktenüberprüfung

    Jeder Teil der Inhalte bei Flo Health entspricht den grundsätzlichen redaktionellen Standards für medizinische Genauigkeit, Datenglaubwürdigkeit und die Aktualisierung von Informationen. Um zu erfahren, was wir unternehmen, um dir die zuverlässigsten Informationen zu den Themen Gesundheit und Lebensstil zur Verfügung zu stellen, solltest du dir unsere Grundsätze zur Überprüfung von Inhalten ansehen.

    Du hast dich entschieden, dass du ein Baby haben möchtest? Wie aufregend! Dann hast du sicher schon viel über die unterschiedlichen Aspekte einer Schwangerschaft gelesen: die Morgenübelkeit, die drei Trimester und so weiter. Aber weißt du auch, was die Einnistung ist?

    Was ist die Einnistung?

    Ganz allgemein ist „Einnistung“ der Begriff dafür, dass sich eine befruchtete Eizelle an deiner Gebärmutterschleimhaut festsetzt. 

    Eine Befruchtung ist nur möglich, wenn ein Spermium auf eine befruchtungsfähige Eizelle trifft. Diese Eizelle wandert dann durch einen der Eileiter zur Gebärmutterschleimhaut, wo sie sich einnistet und zu wachsen beginnt.

    Man spricht von Einnistung, weil sich die Eizelle regelrecht in deine Gebärmutterschleimhaut eingräbt, um sich dort zu einem Fötus weiterzuentwickeln. 

    Die Einnistung erfolgt in der Regel etwa 6 bis 10 Tage nach der Befruchtung, welche vorab binnen 24 Stunden nach dem Eisprung erfolgt ist. Und obwohl das sehr früh ist: Wenn du die Symptome für die Einnistung kennst, kannst du besser bestimmen, wann dir ein Schwangerschaftstest das zuverlässigste Ergebnis liefert.

    Mehr Informationen darüber, wie du am einfachsten schwanger wirst, erhältst du auf unserer Webseite.

    Mache ein Quiz

    Finde heraus, was du alles mit dem Flo-Gesundheitsassistenten machen kannst

    Wann findet die Einnistung statt?

    Die Einnistung einer befruchteten Eizelle erfolgt normalerweise etwa 6 bis 10 Tage nach der Befruchtung. Damit du schwanger wirst, muss sich der Embryo erfolgreich in der Gebärmutterschleimhaut einnisten. Diese hat sich dafür zwischen deiner letzten Periode und deinem Eisprung aufgebaut.

    Nach der Einnistung produziert dein Körper das Hormon humanes Choriongonadotropin (hCG). Es führt zu Veränderungen in deinem Körper, die die Schwangerschaft unterstützen. Schwangerschaftstests haben dieses Hormon erkannt, wenn sie ein positives Ergebnis anzeigen. Interessant, oder nicht?

    Einnistung: Frühe Schwangerschaftsanzeichen, von Blutungen bis zum Einnistungsschmerz

    Einige Frauen und menstruierende Menschen behaupten felsenfest, es zu „wissen“, sobald sie schwanger sind. Und es stimmt tatsächlich, dass die Einnistung einige Symptome verursachen kann. Dazu gehören eine schwache Blutung und leichte Krämpfe.

    Die schwache Blutung (oder Schmierblutung/blutiger Ausfluss), die manchmal auftritt, wird Einnistungsblutung genannt. Sie findet statt, wenn sich die befruchtete Eizelle an der Gebärmutterwand festsetzt. Eine Einnistungsblutung ist völlig normal, versuch dir also keine Sorgen zu machen, wenn du sie bemerkst. Umgekehrt tritt dieses Anzeichen aber auch nicht immer auf.

    Je nach deinem Zyklus findet die Einnistungsblutung oft zu dem Zeitpunkt statt, an dem deine Periode einsetzen sollte. Das kann für etwas Verwirrung sorgen. Die Einnistungsblutung ist aber schwächer als eine typische Menstruationsblutung und dauert normalerweise auch nicht so lange. Was es bedeuten kann, wenn deine Periode sich verspätet oder ausbleibt, erfährst du auf unserer Webseite.

    Du fragst dich, wie sich die Einnistung anfühlt? Krämpfe sind ein weiteres Symptom für die Einnistung. Sie können eine Folge davon sein, dass sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut einnistet. Manche spüren diese Krämpfe im Unterleib, Becken oder unteren Rücken. Andere haben überhaupt keine Schmerzen bei der Einnistung.

    Was passiert nach der Einnistung?

    Vergiss nicht, dass jede Schwangerschaft einzigartig ist – so wie jedes Baby auch. Versuch also, deine Erfahrungen nicht mit denen anderer zu vergleichen. Manche von uns haben jedes einzelne typische Schwangerschaftssymptom, andere dagegen nur ein paar (oder gar keins).

    Wenn deine Periode normalerweise so pünktlich wie ein Uhrwerk ist und nun eine Woche oder mehr überfällig ist, könnte das ein Anzeichen dafür sein, dass eine Einnistung stattgefunden hat und du schwanger bist. 

    Denk daran, dass die ersten Schwangerschaftsanzeichen – wie Müdigkeit, Übelkeit und empfindliche oder geschwollene Brüste – etwa ab der sechsten Woche auftreten. Du merkst also nicht sofort, ob du schwanger bist. Ein Schwangerschaftstest ist die beste Methode, es herauszufinden.

    Du solltest immer daran denken, dass viele von uns unregelmäßige Menstruationszyklen haben. In diesem Fall bedeutete eine ausgebliebene Periode nicht unbedingt eine Schwangerschaft. Unregelmäßige Menstruationszyklen sind sehr häufig und können aus vielen Gründen vorkommen. Dazu gehören bestimmte Medikamente oder Erkrankungen wie Polyzystisches Ovarsyndrom, Essstörungen oder Diabetes.

    Wenn deine Periode verspätet ist und du denkst, du könntest schwanger sein, kannst du auf einige frühe Schwangerschaftssymptome achten:

    • Geschwollene und spannende Brüste und Brustwarzen – Etwa ein bis zwei Wochen nach der Befruchtung hast du möglicherweise schmerzende Brüste und empfindliche Brustwarzen. Das ist eine Folge der hormonellen Veränderungen in deinem Körper. Die Brüste können sich auch schwerer oder voller anfühlen als vorher. In diesem Fall fühlst du dich vielleicht mit einem lockerer sitzenden oder bügellosen BH weniger eingeengt.
    • Müdigkeit – Müdigkeit ist in der Schwangerschaft ein häufiges Symptom, das schon eine Woche nach der Befruchtung einsetzen kann. Dafür gibt es eine wissenschaftliche Begründung. Dein Körper läuft jetzt auf Hochtouren, um mehr Progesteron zu produzieren. Dieses Hormon hilft dabei, die Schwangerschaft zu erhalten, und fördert das Wachstum der Milchdrüsen in den Brüsten. Unglaublicherweise erhöht sich auch das gesamte Blutvolumen in deinem Körper, damit der wachsende Fötus optimal mit Nährstoffen versorgt wird. Es ist also kein Wunder, dass du dich erledigt fühlst.
    • Kopfschmerzen – Der plötzliche Anstieg an Hormonen kann dir Kopfschmerzen bereiten, bis sich dein Körper an die Veränderung angepasst hat.
    • Übelkeit und/oder Erbrechen – Wir haben alle schon von der gefürchteten Morgenübelkeit gehört, unter der 80 Prozent aller Schwangeren leiden. Der Begriff „Morgenübelkeit“ ist eigentlich irreführend, denn sie kann zu jeder Tageszeit auftreten, nicht nur morgens. Wellen von Übelkeit ohne Erbrechen kommen auch häufig vor. Diese beiden Symptome können etwa zwei bis acht Wochen nach der Befruchtung beginnen und halten manchmal über die gesamte Schwangerschaft an.
    • Abneigungen oder Heißhunger – Plötzliche Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel oder Heißhunger auf andere sind häufige Schwangerschaftsanzeichen. Heißhunger und Abneigungen können über die gesamte Schwangerschaft hinweg anhalten oder sich währenddessen verändern.
    • Stimmungsschwankungen – Die hormonellen Veränderungen in der Schwangerschaft können auch starke Stimmungsschwankungen verursachen. Sie beginnen meistens ein paar Wochen nach der Befruchtung. Sei also nachsichtig mit dir selbst, wenn deine Gefühle gerade Achterbahn fahren.
    • Häufiges Pinkeln – Dein Blutvolumen erhöht sich in dieser Phase. Deshalb müssen die Nieren mehr Flüssigkeit filtern und es fällt mehr Urin an.
    • Blähungen – Die Hormonveränderungen in der Frühschwangerschaft können dazu führen, dass du dich aufgebläht fühlst. Das Gefühl ist wahrscheinlich so ähnlich wie zu Beginn deiner Periode.
    • Verstopfung – Ebenfalls aufgrund der Hormonumstellung kann es sein, dass dein Verdauungssystem langsamer wird und du unter Verstopfung leidest. Es kann helfen, wenn viel Obst und Ballaststoffe auf deinem Speiseplan stehen.
    • Verstopfte Nase – Fühlst du dich verschnupft? Durch die Hormone und die erhöhte Blutmenge schwellen deine Nasenschleimhäute an und neigen zum Bluten. Obwohl die meisten Medikamente in der Schwangerschaft tabu sind, helfen dir bei einer verstopften Nase möglicherweise rezeptfreie Nasensprays mit Kochsalzlösung.

    Einnistung: Das Fazit

    Wir haben also gelernt, dass die Einnistung der Moment ist, wenn eine befruchtete Eizelle sich an der Gebärmutterschleimhaut festmacht, und zwar typischerweise 6 bis 10 Tage nach der Befruchtung. Wir wissen jetzt auch, dass man einige frühe Schwangerschaftsanzeichen feststellen kann, nämlich eine schwache Blutung, spannende Brüste oder Müdigkeit.

    Mit unserem Gerburtsterminrechner, kannst du berechnen lassen, seit wie vielen Wochen du ungefähr schwanger bist.

    Wenn du versuchst, schwanger zu werden und deine Periode bleibt aus, dann solltest du als Erstes einen Schwangerschaftstest machen. Unabhängig vom Ergebnis empfehlen wir dir, einen Arzttermin zu vereinbaren. Die ärztliche Fachperson kann bestätigen, dass du schwanger bist, oder der Ursache für deine ausgebliebene oder verspätete Periode auf den Grund gehen.  

    Quellen

    American College of Obstetricians and Gynecologists. „How Your Fetus Grows During Pregnancy.“ ACOG, Aug. 2020, www.acog.org/womens-health/faqs/how-your-fetus-grows-during-pregnancy?utm_source=redirect&utm_medium=web&utm_campaign=otn. Abgerufen am 1. Dezember. 

    Mayo Clinic Staff. „Symptoms of Pregnancy: What Happens First.“ Mayo Clinic, 11. Mai 2019, www.mayoclinic.org/healthy-lifestyle/getting-pregnant/in-depth/symptoms-of-pregnancy/art-20043853?pg=2. Abgerufen am 1. Dezember. 

    Yvonne Butler Tobah, M.D. „Is Implantation Bleeding Normal in Early Pregnancy?“ Mayo Clinic, 9. Mai 2019, www.mayoclinic.org/healthy-lifestyle/pregnancy-week-by-week/expert-answers/implantation-bleeding/faq-20058257. Abgerufen am 1. Dezember. 

    Su RW., Fazleabas A.T. (2015) Implantation and Establishment of Pregnancy in Human and Nonhuman Primates. In: Geisert R., Bazer F. (eds) Regulation of Implantation and Establishment of Pregnancy in Mammals. Advances in Anatomy, Embryology and Cell Biology, Bd. 216. Springer, Cham. https://doi.org/10.1007/978-3-319-15856-3_10. Abgerufen am 1. Dezember. 

    McParlin C, O’Donnell A, Robson SC, et al. Treatments for Hyperemesis Gravidarum and Nausea and Vomiting in Pregnancy: A Systematic Review. JAMA. 2016;316(13):1392–1401. https://doi:10.1001/jama.2016.14337. Abgerufen am 1. Dezember.

    Aktualisierungsverlauf

    Aktuelle Version (27. März 2023)

    Veröffentlicht am (28. März 2023)

    In diesem Artikel

      Flo jetzt testen

      Sign up for our newsletter

      Our latest articles and news straight to your inbox.

      Thanks for signing up

      We're testing right now so not collecting email addresses, but hoping to add this feature very soon.